Analyse
Abstract:
Warum reicht Systemanalyse allein nicht aus?
Phasen der benutzerorientierten Analyse
Verschiedene Formen der Analyse
Systemanalyse
Warum reicht Systemanalyse allein nicht aus?
Systemanalyse erfolgt meist aus funktionaler und datenbankorientierter Sicht. Benutzerorientierte Aspekte wie Work-Flow, Arbeitsumgebung und Benutzereigenschaften werden dabei nicht erfasst. Die Kenntnis dieser benutzer- und arbeitsorientierter Daten ist aber unumgänglich für ein seriöses User Interface Design. Ein Design kann nur dann konzeptionell richtig sein, wenn Informationen darüber bekannt sind, welche Tätigkeiten wie häufig ausgeführt werden, in welcher Reihenfolge, welche Tätigkeiten parallel ausgeführt werden etc. etc.
Phasen der benutzerorientierten Analyse
- Benutzeranalyse
Bei der Benutzeranalyse wird ein Modell vom künftigen oder potentziellen Benutzer entworfen. - Taskanalyse
Ein wesentlicher Aspekt eines Systems ist nicht (nur), dass es einfach bedienbar sein soll, sondern es muss vor allem aufgabengerecht sein. Die Aufgaben, die ein Benutzer mit einem System bewältigen soll werden in der Taskanalyse identifiziert. - Kompetitive Analyse
Konkurrenzprodukte können als Prototypen angesehen werden, aus denen man wertvolle Erkenntnisse für ein neues, besseres Produkt gewinnen kann. - Entwicklung und Auswertung von Fragebögen
- Usability Goals
Die frühe Festlegung von Usability Zielen und ihre Überprüfung bei jeder Design-Prototyp-Evaluations-Iteration ermöglicht es festzustellen, ob die Benutzeroberfläche gegen ein verbessertes, benutzerfreundliches Design konvergiert.
Task-Performance-Analysen.
Bei dieser Variante des Usability-Testings müssen die User eine definierte Website oder Anwendung alleine am Computer lösen. Währen des Nutzungsprozesses werden sämtliche Seitenaufrufe, Mausklicks und Blickbewegungen kontinuierlich erfasst.
Navigationsanalyse
Diese erfolgt im Anschluss an die Task-Performance-Analyse und stellt die vertikalen und horizontalen Suchpfade der User nach Ebenen dar. Auf diese Weise können die Nutzungswege bei der Aufgabenlösung nachvollzogen werden und der Blick auf das Orientierungsverhalten der User gelenkt werden. Inkonsistenzen, Trampelfade und Sackgassen in der Nutzerführung werden sichtbar.
Naming- / Icon- / Wording-Tests
Wording-Tests werden durchgeführt, um bei der inhaltlichen Gestaltung eines Angebots bereits in der frühen Phase der Konzeption Verständnisprobleme zu vermeiden.
Im Rahmen von teilstandardisierten Interviews oder Focus Groups werden die Erwartungen und Vorstellungen der User mit Blick auf die Benennung von Icons, Navigationsrubriken und inhaltlichen Strukturgesichtspunkten ermittelt.
Expertisen (Gutachten)
Experten-Gutachten werden häufig in der frühen Konzeptionsphase einer Website durchgeführt, um Schwachstellen und mögliche Optimierungspotenziale zu identifizieren. Sie dienen der Evaluation einzelner Detailaspekte sowie zur Gesamtbeurteilung eines ganzen Angebots.
Weiterführende Literatur:
- Beyer, H. and Holtzblatt, K. Contextual Design: Defining Customer-Centered Systems. Morgan Kaufmann: SanFrancisco, CA, 1998
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- Greenbaum, T. L. (1993). The Handbook of Focus Group Research: Revised and Expanded Edition. Lexington Books: New York, NY.
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- Hackos, J.T. and Redish, J.C. User and Task Analysis for Interface Design. Wiley: New York, 1998
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- Kirwan, B., and Ainsworth, L. K. (1992). A Guide to Task Analysis. London: Taylor and Francis.
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Klassische Methoden der Taskanalyse.



