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Laut Jakob Nielsen (2000) sind etwas mehr als die Hälfte der Benutzer suchdominant, ca. ein Fünftel sind linkdominant und der Rest zeigt ein gemischtes Verhalten. Die suchdominanten Benutzer steuern sofort auf eine Suchfunktion zu, wenn sie eine Website öffnen.
Arten der Suche Rosenfeld und Morville (2002) unterscheiden 3 Arten von Suche: 1) Known-item seeking: Bei dieser Suchform weiß der Benutzer genau, was er sucht, wie er es benennen soll und wo er es findet (Bsp.: Wie viele Einwohner hat San Marino ?) 2) Exploratory seeking: Hierbei ist der Benutzer nicht gänzlich sicher, wonach er auf der Suche ist. Er lernt etwas – bewusst oder unbewusst - durch den Prozess des Suchen und Browsen. Diese Suchform beinhaltet keine Erwartung einer „richtigen“ Antwort, auch ist sich der Benutzer keiner spezifischen Formulierung seiner Fragestellung im Klaren. Er ist glücklich über ein paar gute Resultate und nützt diese, um dadurch zum nächsten Schritt in seiner Suche zu gelangen. Häufig gibt es kein eindeutiges Ende der Suche. 3) Exhaustive research: Dabei sucht der Benutzer alles zu einem bestimmten Thema und kennt mehrere Arten der Benennung seiner Suche. Auch hier gibt es nicht unbedingt eine „richtige“ Antwort. Suchen, Browsen und FragenWas machen Benutzer, um an Information zu gelangen? Sie suchen in Suchsystemen, browsen von Link zu Link und fragen andere um Hilfe. Somit bilden Suchen, Browsen und Fragen die Basis des Suchverhaltens. BrowsenLaut Marchionini (1987, zitiert nach Chen, Houston, Sewell & Schatz, 1998) ist die Form des Browsen durch die Abwesenheit des Geplanten gekennzeichnet und wird oft als Alternative zur komplexen – keywordbasierten – Bool’schen Suchstrategie verwendet. Dabei ist jedoch anzumerken, dass dieser Zugang für die Internetnutzung nicht sehr relevant ist, da sie immer in irgendeiner Form geplant ist. 1) Hypertext Browsing: Dabei können Links innerhalb von Keywords und Themen – eingebettet im Text – von den Benutzern nach freiem Willen erkundet werden. 2) Directories: Hierbei werden Datenmengen kategorisiert und klassifiziert, wie es in Büchereien Gang und Gäbe ist. Die Form des „Directory-Browsing“ wurde bereits von z.B. Yahoo! und Lycos umgesetzt. SuchenIm Unterschied zum Browsen wird Suche von Chen et al. (1998) als ein Prozess definiert, in dem der Benutzer eine Suchanfrage startet und das System die Information, die auf die Anfrage mehr oder weniger zutrifft, lokalisiert. 1) Keyword Search: Hierbei gibt der Benutzer ein Keyword oder ein Set an Keywords ein, welches seiner Meinung nach seine Suchanfrage am Besten beschreibt. „Advanced keyword searching“ erlaubt dem Benutzer zusätzlich mehrere Keywords miteinander zu verknüpfen anhand der Bool’schen Operatoren („AND“, „OR“ und „NOT“). 2) Combined Keyword Search and Categorization: Eine Möglichkeit seine Suchergebnisse einzugrenzen stellt die Einschränkung der Suche auf ein bestimmtes Directory oder eine Unterkategorie der gesamten Datenbank dar.
Suchen vs. BrowsenKuhltau (1991, zitiert nach McDonald & Chen, 2006) fand heraus, dass Schüler am Beginn ihrer Suche eher die Methode des Browsen verwendeten, während die Methode der gezielten Suche mit dem zunehmenden Verständnis der Thematik häufiger wurde. Die Gedanken der Benutzer seien vage zu Beginn des Suchprozesses, präziser jedoch gegen Ende. ReferenzenBodoff, D. (2006). Relevance for Browsing, Relevance for Searching. Journal of the American Society for Information Science and Technology, 57 (1), 69-86 Chen, H., Houston, A. L., Sewell, R. R. & Schatz B. R. (1998). Internet Browsing and Searching: User Evaluations of Category Map and Concept Space Techniques. Journal of the American Society for Inforamtion Science, 49 (7), 582-603 McDonald, D. M. & Chen, H. (2006). Summary in Context: Searching Versus Browsing. ACM Transaction on Information Systems, 24 (1), 111-141.
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Suchverhalten der Internetbenutzer
